Newsletter-Beitrag
AG 5

Juni 2021

Auf ein Wort...

Kerstin Andreae, Leiterin der AG 5 – Verknüpfung der Verkehrs- und Energienetze, Sektorkopplung

Nutzerinnen und Nutzer müssen sich bei der E-Mobilität auf den gleichzeitigen Hochlauf der Ladeinfrastruktur verlassen können. Dafür schaffen wir die Grundlagen.

Portrait von Kerstin Andreae
© Horn/BDEW

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Mobilität der Zukunft,

die Elektromobilität gewinnt immer mehr an Schwung: Im Mai fuhren über 11 % der neu zugelassenen Pkw in Deutschland batterieelektrisch, dazu kam ein Anteil von knapp 28 % Hybridfahrzeugen. 40.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte in ganz Deutschland stehen den E-Autofahrerinnen und -fahrern zur Verfügung und das Förderprogramm des Bundesverkehrsministeriums für private Ladeinfrastruktur ist ein Erfolgshit. Verkehrswende ist aber mehr als Elektro-Pkw: Es geht auch um die Nutzfahrzeuge, den öffentlichen Personennahverkehr, die Schiene, Schiff- und Luftfahrt, erforderliche Energieträger und Infrastrukturen sowie nicht zuletzt die Dienstleistungen für und das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, ist daher ein systemischer Ansatz – also ein Zusammendenken der Perspektiven aller Stakeholder – erforderlich. Dafür beraten wir als AG 5 seit 2018 die Bundesregierung zu Fragen flächendeckender, bedarfsorientierter und wirtschaftlicher Lade-, Tank- und Netzinfrastruktur. Beginnend mit unserem Sofortpaket Ladeinfrastruktur haben wir 2019 maßgeblich die Erstellung des Masterplans Ladeinfrastruktur der Bundesregierung unterstützt, der für den weiteren Aufbau als Richtschnur dient. Die Empfehlungen dieses Berichts sowie aller weiteren Berichte der AG 5 basieren dabei stets auf einem engen und intensiven Austausch von Energiewirtschaft, Fahrzeugindustrie und Anwendern.

Da nicht nur das Pkw-Segment zur Erreichung der Klimaziele auf alternative Antriebe umstellen muss, sondern auch der Straßengüterverkehr, hat die AG 5 in diesem Zusammenhang einen Bericht zur Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw veröffentlicht und ihn Ende Mai in einem Webinar mit der Öffentlichkeit diskutiert. Neben den Herausforderungen für den Aufbau von Ladeinfrastruktur auf den Betriebshöfen und im öffentlichen Bereich stellt sich die grundsätzliche Frage, welche Technologie sich in welchem Verkehrsbereich künftig durchsetzen wird. Insbesondere die Rolle des Wasserstoffs, dessen Einsatz ebenfalls neue Herausforderungen und Grundsatzentscheidungen für den Aufbau der Tankinfrastruktur mit sich bringt, wird viel diskutiert. Mehr dazu finden Sie unter „Woran wir arbeiten“.

Mit Blick auf über drei Jahre intensive AG-Arbeit haben wir stets die „ganzheitliche Brille“ aufgesetzt. Diese wollen wir auch in einem unserer letzten Arbeitspakete nicht absetzen und die zentrale Frage stellen, was die Umstellung auf alternative Antriebe für den Strombedarf und somit die Energiewirtschaft bedeutet. In diesem Sinne möchten wir am Ende noch einmal den Bogen schlagen zur Sektorkopplung, die im Namen unserer AG 5 steckt und freuen uns mit unserer Arbeit dieses wichtige Thema für eine erfolgreiche Verkehrswende ein Stück vorangebracht zu haben.

Ihre Kerstin Andreae

Portrait von Kerstin Andreae

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