Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität

Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) war in der vergangenen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages ein zentraler Ort zur Diskussion strategischer Weichenstellungen im Mobilitätsbereich. Der Wandel im Mobilitätssektor geht mit tiefgreifenden technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Veränderungen einher. Daher hat die NPM zu komplexen Themen Faktenklärung betrieben und relevante Stakeholder, sowie Fachexpertise und Politik eingebunden. Aufbauend auf den Diskussionsergebnissen in der NPM werden Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ausgesprochen.

In insgesamt sechs Arbeitsgruppen setzten sich Expertinnen und Experten verschiedener Fachbereiche mit den zentralen Entwicklungen im Verkehrsbereich auseinander.

Die Einsetzung der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) basierte auf dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode.

Die Meilensteine der NPM

  • 19.09.2018
  • 26.09.2018
  • 29.03.2019
  • 11.12.2019
  • 28.01.2020
  • 15.07.2020
  • 09.10.2020
  • 23.02.2021
  • 25.03.2021
  • 13.10.2021
  • 31.12.2021

Die Ziele der Plattform

Zu den Themen der Plattform sollten Maßnahmenpakete mit verlässlichen Zeitschienen erarbeitet werden. Ziel war die Empfehlung von Maßnahmenbündeln, welche zusammen ein Arbeitsprogramm für die Bundesregierung zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität ergeben könnten. 

Entwicklung von verkehrsträgerübergreifenden und -verknüpfenden Lösungen für ein weitgehend treibhausgasneutrales und umweltfreundliches Verkehrssystem

Sicherstellung einer wettbewerbsfähigen Automobilindustrie

Förderung des Beschäftigungsstandortes Deutschlands

Ermöglichung einer effizienten, hochwertigen, flexiblen, sicheren und bezahlbaren Mobilität

Das Verkehrssystem soll sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr eine effiziente, hochwertige, flexible, verfügbare, sichere, resiliente und bezahlbare Mobilität ermöglichen. Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Treiber werden dabei als wichtige Veränderungsprozesse der zukünftigen Mobilität stets gemeinsam berücksichtigt. Die NPM begleitete die Verfolgung der gesetzten Ziele sowie die Umsetzung konkreter Maßnahmen kontinuierlich und berichtete unabhängig und neutral über die erzielten Fortschritte.

Die Struktur der Plattform

Lenkungskreis

Der Lenkungskreis war neben den Arbeitsgruppen der fachlich-inhaltliche Impulsgeber der Plattform. Er identifizierte neue Themen zur Bearbeitung in der Plattform und machte Vorschläge für deren Umsetzung. Der Lenkungskreis steuerte zudem die inhaltliche Arbeit in den Arbeitsgruppen, kontrollierte deren Umsetzung und beriet über die Ergebnisse. Die Handlungsempfehlungen der NPM wurden durch den Lenkungskreis ausgesprochen. Der Lenkungskreis tagte einmal pro Quartal sowie nach Bedarf.

Den Vorsitz des Lenkungskreises hatte Prof. Dr. Henning Kagermann inne. Die weiteren Mitglieder können in der folgenden Übersicht abgerufen werden.

Arbeitsgruppen

Die NPM arbeitete in sechs verschiedenen Arbeitsgruppen, welche unterschiedliche Themen zur zukunftsfähigen Gestaltung des Verkehrssektors betrachteten. Die Arbeitsgruppen diskutierten technologieneutral mögliche Handlungsoptionen und formulierten Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung. Die an der Plattform beteiligten Akteure arbeiteten unabhängig und unentgeltlich. Das Plattform-Management und die Moderation erfolgten überparteilich und neutral.

Klimaschutz im Verkehr
AG 1
Alternative Antriebe und Kraftstoffe für nachhaltige Mobilität
AG 2
Digitalisierung für den Mobilitätssektor
AG 3
Sicherung des Mobilitäts- und Produktionsstandortes, Batteriezellproduktion, Rohstoffe und Recycling, Bildung und Qualifizierung
AG 4
Verknüpfung der Verkehrs- und Energienetze, Sektorkopplung
AG 5
Standardisierung, Normung, Zertifizierung und Typgenehmigung
AG 6

Beratende Kommission

Die Beratende Kommission stellte die Schnittstelle der NPM ins Bundesparlament dar. Sie informierte das Parlament über die Ergebnisse der Plattform und nahm Hinweise aus dem Parlament entgegen. Die Beratende Kommission übergab ihre Einschätzungen an den Lenkungskreis.

Koordination der Plattform: die Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle der NPM organisierte und koordinierte die Aktivitäten der Plattform. Sie informierte über die Fortschritte der Zusammenarbeit und war zentraler Ansprechpartner für Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien. Die Geschäftsstelle wurde getragen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Umsetzung erfolgte durch die ifok GmbH (Projektbüro) und acatech (Büro des Vorsitzenden).

Das Projektbüro übernahm ein neutrales Plattform-Management und koordinierte die Prozesse der Arbeitsgruppen. Es unterstützte die AG-Leitungen sowie die federführenden Referate aus BMDV, BMWK und BMUV bei der operativen Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation der Sitzungen von Lenkungskreis und Arbeitsgruppen.

Das Büro des Vorsitzenden war für die Zusammenführung und Aufbereitung der AG-Ergebnisse zuständig und beriet die AG-Leitungen und die federführenden Referate von BMDV, BMWK und BMUV inhaltlich. Es koordinierte darüber hinaus Anfragen seitens der Presse an die Plattform.