Die NPM

DIE NATIONALE PLATTFORM ZUKUNFT DER MOBILITÄT

Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) ist der zentrale Ort zur Diskussion strategischer Weichenstellungen im Mobilitätsbereich. Der Wandel im Mobilitätssektor geht mit tiefgreifenden technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Veränderungen einher. Daher betreibt die NPM zu komplexen Themen Faktenklärung und bindet relevante Stakeholder, sowie Fachexpertise und Politik ein. Aufbauend auf den Diskussionsergebnissen in der NPM werden Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ausgesprochen.

In insgesamt sechs Arbeitsgruppen setzen sich Expertinnen und Experten verschiedenster Fachbereiche mit den zentralen Entwicklungen im Verkehrsbereich auseinander. Dazu gehören die Anforderungen zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung, die Potenziale und Herausforderungen im Bereich der Elektromobilität sowie alternativer Antriebe und Kraftstoffe, die Digitalisierung des Verkehrssektors, die Sicherung des Mobilitäts- und Produktionsstandortes Deutschland, die Verknüpfung des Verkehrssektors mit dem Energiesystem und die Standardisierung technologischer Komponenten im Verkehrsbereich.

Die Arbeitsgruppen diskutieren technologieneutral mögliche Handlungsoptionen und formulieren Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung. Die an der Plattform beteiligten Akteure arbeiten unabhängig und unentgeltlich. Das Plattform-Management und die Moderation erfolgen überparteilich und neutral.

DIE ZIELE DER PLATTFORM

Zu den Themen der Plattform sollen Maßnahmenpakete mit verlässlichen Zeitschienen erarbeitet werden. Ziel ist die Empfehlung von Maßnahmenbündeln, welche zusammen ein Arbeitsprogramm für die Bundesregierung zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität ergeben könnten.

Die übergeordneten Ziele der NPM sind:

  • Entwicklung von verkehrsträgerübergreifenden und -verknüpfenden Lösungen für ein weitgehend treibhausgasneutrales und umweltfreundliches Verkehrssystem
  • Sicherstellung einer wettbewerbsfähigen Automobilindustrie und Förderung des Beschäftigungsstandortes Deutschlands
  • Ermöglichung einer effizienten, hochwertigen, flexiblen, sicheren und bezahlbaren Mobilität

Das Verkehrssystem soll sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr eine effiziente, hochwertige, flexible, verfügbare, sichere, resiliente und bezahlbare Mobilität ermöglichen. Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Treiber werden dabei als wichtige Veränderungsprozesse der zukünftigen Mobilität stets gemeinsam gedacht. Die NPM begleitet die Verfolgung der gesetzten Ziele sowie die Umsetzung konkreter Maßnahmen kontinuierlich und berichtet unabhängig und neutral über die erzielten Fortschritte.

 

DIE ENTSTEHUNG DER NPM

Die Einsetzung der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) basiert auf dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode. Am 19.09.2018 wurde die Einberufung der Plattform durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ins Bundeskabinett eingebracht und dort beschlossen. Die NPM nimmt mit der konstituierenden Sitzung des Lenkungskreises am 26.09.2018 ihre Arbeit auf.

DIE STRUKTUR DER PLATTFORM

LENKUNGSKREIS

Der Lenkungskreis ist neben den Arbeitsgruppen der fachlich-inhaltliche Impulsgeber der Plattform. Er identifiziert neue Themen zur Bearbeitung in der Plattform und macht Vorschläge für deren Umsetzung. Der Lenkungskreis steuert zudem die inhaltliche Arbeit in den Arbeitsgruppen, kontrolliert deren Umsetzung und berät über die Ergebnisse. Die Handlungsempfehlungen der NPM werden durch den Lenkungskreis ausgesprochen. Der Lenkungskreis tagt zweimal jährlich sowie nach Bedarf.

Den Vorsitz des Lenkungskreises übernimmt Prof. Dr. Henning Kagermann. Die weiteren Mitglieder können in der folgenden Übersicht abgerufen werden.

 

Acatech

Prof. Dr. Thomas Weber
Vorstandsmitglied

Allgemeiner Deutscher Automobilclub (ADAC)

Dr. August Markl
Präsident

BMW

Klaus Fröhlich
Vorstand Entwicklung

Bundesministerium der Finanzen

Werner Gatzer
Staatssekretär

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Leonie Gebers
Staatssekretärin

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Dr. Georg Schütte
Staatssekretär

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Jochen Flasbarth
Staatssekretär

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Guido Beermann
Staatssekretär

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Dr. Ulrich Nussbaum
Staatssekretär

Bundesverband der deutschen Industrie (BDI)

Dieter Kempf
Präsident

Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM)

Achim Berg
Präsident

Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Stefan Kapferer
Hauptgeschäftsführer

Deutsche Bahn AG

Dr. Richard Lutz
Vorsitzender des Vorstandes

Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE)

Roland Bent
Vorsitzender

Deutscher Städtetag

Markus Lewe
Präsident

Deutsches Verkehrsforum e.V.

Dr. Jörg Mosolf
Vorsitzender des Präsidiums

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Prof. Dr. Barbara Lenz
Leiterin Institut für Verkehrsforschung

e-mobil BW

Franz Loogen
Geschäftsführer

IG Metall

Jörg Hofmann
Erster Vorsitzender

Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Olaf Tschimpke
Präsident

Verband der Automobilindustrie (VDA)

Bernhard Mattes
Präsident

Verkehrsministerkonferenz (VMK)

Frank Horch
Vorsitzender

BERATENDE KOMMISSION

Die Beratende Kommission stellt die Schnittstelle der NPM ins Bundesparlament dar. Sie informiert das Parlament über Ergebnisse der Plattform und nimmt Hinweise aus dem Parlament entgegen. Die Beratende Kommission übergibt ihre Einschätzungen an den Lenkungskreis.

DIE ARBEITSWEISE DER PLATTFORM

Die inhaltliche Arbeit der Plattform findet in den Arbeitsgruppen statt. Sie greifen aktuelle und relevante Trends und Fragestellungen in ihrem Themengebiet auf, betreiben eine Faktenklärung zu besonders komplexen Aspekten und entwickeln darauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmenbündel zur Gestaltung des jeweiligen Themenbereiches.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden dem Lenkungskreis durch die Leiterinnen und Leiter der Arbeitsgruppen vorgestellt und dort gemeinsam mit den Ergebnissen der weiteren Arbeitsgruppen diskutiert. 

KOORDINATION DER PLATTFORM: DIE GESCHÄFTSSTELLE

Die Geschäftsstelle der NPM organisiert und koordiniert die Aktivitäten der Plattform. Sie informiert über die Fortschritte der Zusammenarbeit und ist zentraler Ansprechpartner für Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien. Die Geschäftsstelle wird getragen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Umsetzung erfolgt durch die IFOK GmbH (Projektbüro) und acatech (Büro des Vorsitzenden).

Das Projektbüro übernimmt ein neutrales Plattform-Management und koordiniert die Prozesse der Arbeitsgruppen. Es unterstützt die AG-Leitungen sowie die federführenden Referate aus BMVI, BMWi und BMU bei der operativen Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation der Sitzungen von Lenkungskreis und Arbeitsgruppen. Es koordiniert darüber hinaus Anfragen seitens der Presse an die Plattform.

Das Büro des Vorsitzenden ist für die Zusammenführung und Aufbereitung der AG-Ergebnisse zuständig und berät die AG-Leitungen und die federführenden Referate von BMVI, BMWi und BMU inhaltlich.

INFORMATION DER ÖFFENTLICHKEIT

Die NPM berichtet regelmäßig über ihre Aktivitäten und dokumentiert den Fortschritt entlang der Themenfelder. Die Neuigkeiten zur NPM werden auf der Webseite www.plattform-zukunft-mobilitaet.de bereitgestellt.

AG 1
Klimaschutz im Verkehr

AG 2
Alternative Antriebe und Kraftstoffe für nachhaltige Mobilität

AG 3
Digitalisierung für den Mobilitätssektor

AG 4
Sicherung des Mobilitäts- und Produktionsstandortes, Batteriezellproduktion, Rohstoffe und Recycling, Bildung und Qualifizierung

AG 5

Verknüpfung der Verkehrs- und Energienetze, Sektorkopplung

AG 6
Normung, Standardisierung, Zertifizierung und Zulassung