Newsletter-Beitrag
AG 1

Dezember 2020

Auf ein Wort...

Franz Loogen, Leiter der AG 1 – Klimaschutz im Verkehr

Sehr geehrte Damen und Herren,

Klimaschutzziele allein sparen kein CO₂. Sie müssen in konkretes Handeln umgesetzt werden, um Wirkung zu entfalten und Skalierung zu ermöglichen. Instrumente regen das Handeln an. Ihre Wechselwirkungen auf das gesamte Verkehrs- und Wirtschaftssystem müssen immer bedacht werden.

Das ist unbequem. Das ist anstrengend. Das ist aber vor allem eine Frage der Verantwortung. Es bedeutet, neben dem notwendigen Blick auf die CO₂-Wirkung auch weitere wichtige Aspekte zu berücksichtigen, sie zu bewerten und mehrere mögliche Lösungswege sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Die NPM hat sich das Ziel gesetzt, die Entwicklung eines weitgehend treibhausgasneutralen und umweltfreundlichen Verkehrssystems voranzutreiben, das gleichzeitig sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr eine effiziente, hochwertige, flexible, verfügbare, sichere, resiliente und bezahlbare Mobilität gewährleistet.

Die zwei neuen Berichte der AG 1 zur Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge und zum Einsatz Alternativer Kraftstoffe bieten der Politik eine breite Faktenbasis und zeigen Wege, wie regulatorisch und technisch angesetzt werden kann. Die Berichte empfehlen eine Reihe von sogenannten „No-Regret-Maßnahmen“. Maßnahmen, über die man schnell einig wird und die mit wenig Nachteilen verbunden sind. Die Berichte zeigen aber auch, dass sich bei vielen Fragen die Hoffnung auf einfache Lösungen nicht erfüllen lässt, und bereiten aktuelle Kontroversen – wie etwa beim Einsatz alternativer Kraftstoffe – ausgewogen auf.

Die sachliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Positionen bietet einen erheblichen Mehrwert. Jeder der möglichen Vorschläge ist mit Vor- und Nachteilen verbunden. Somit gilt es, nicht nur eine Handlungswegentscheidung zu treffen, sondern auch Optionen aufzuspüren, Vorteile weiter auszubauen und Nachteile zu minimieren. Um den Weg zu nachhaltigem Klimaschutz muss gerungen werden, aber es braucht auch den Mut zu Entscheidungen sowie die Fähigkeit zum ständigen Nachsteuern. Nur mit schnellem Handeln sind die gesetzlich verankerten Klimaziele 2030 erreichbar.

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