Pressemitteilung
AG 2

Neuer AG 2-Bericht: „Kundenakzeptanz als Schlüssel für den Markthochlauf der Elektromobilität“

Arbeitsgruppe 2

Der zügige Umstieg auf Elektromobilität ist unverzichtbar, wenn das Klimaziel im Verkehr erreicht werden soll. Die Zulassungszahlen für E-Fahrzeuge gehen seit dem vergangenen Jahr steil nach oben. Dennoch ist die Bereitschaft, ein E-fahrzeug zu kaufen, noch nicht in der Breite der Bevölkerung angekommen. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen der NPM untersucht, wie Neuwagenkäufer:innen ihre Entscheidung für oder gegen ein E-Fahrzeug treffen. Es zeigt sich die hohe Bedeutung der Kaufprämie, die Personen vom Kauf eines E-Fahrzeugs überzeugt. Die Studie wurde von der AG 2 Alternative Antriebe und Kraftstoffe für nachhaltige Mobilität angestoßen und vom Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) umgesetzt.

Im Jahr 2020 hat Elektromobilität einen deutlichen Schub erfahren und die E-Fahrzeugzahlen (batterieelektrisch/BEV und Plug-in Hybride/PHEV) haben sich innerhalb von zwölf Monaten weit mehr als verdoppelt. Im Juli 2021 wurde die Eine-Million-Marke erreicht. Die aktuell stark steigenden Zulassungszahlen lassen sich allerdings nicht notwendigerweise darauf zurückführen, dass die Bereitschaft wächst, sich im Alltag auf die neue Technologie einzulassen.

Die Studienergebnisse zeigen, Treiber für die steigenden E-Fahrzeugzahlen ist offensichtlich die umfangreiche Förderung des Kaufs von E-Neuwagen. Allerdings kann eine finanzielle Förderung den Markthochlauf von Elektroautos nur initiieren. Letztendlich müssen sich E-Fahrzeuge in der Konkurrenz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor am Markt durchsetzen, das heißt vor allem von den Kund:innen, aber auch von der Gesellschaft insgesamt akzeptiert werden.

Die Untersuchung zeigt, für den Kauf eines E-Fahrzeugs sprechen neben Kaufprämie außerdem der Umweltschutz, die Annahme geringerer Gesamtkosten eines E-Fahrzeugs verglichen mit den Gesamtkosten eines Autos mit Verbrennungsmotor, ein besonders gutes Angebot für ein E-Fahrzeug, der Fahrspaß oder das Vorhandensein einer privaten Fotovoltaik-Anlage. Für Personen, die den Kauf eines E-Fahrzeugs erwogen haben, sich dann aber doch dagegen entschieden haben, sprechen gegen den Kauf vor allem die mangelnde Erfahrung mit E-Fahrzeugen sowie die Annahmen zu hoher Kosten, zu geringer Reichweite und von zu wenig Lademöglichkeiten.

Die Studie zeigt, dass jenseits der Gewährung von weiteren Kaufprämien, Informations- sowie Testangebote und Probefahrten deutlich verstärkt werden müssen, um die gesellschaftliche Akzeptanz von Elektromobilität und die individuelle Bereitschaft zum Kauf eines Elektroautos zu erhöhen. Zudem muss der Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang von Schnellstraßen und Autobahnen priorisiert werden.

Der Bericht steht unter www.plattform-zukunft-mobilitaet.de/berichte/ zum Download bereit.

Über NPM – Nationale Plattform Zukunft der Mobilität

Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität bringt Experten aus Politik, privatem Sektor, Verbänden, Forschungseinrichtungen und NGOs zusammen, um Konzepte für eine nachhaltige, umwelt- und klima-gerechte, bezahlbare und wettbewerbsfähige Mobilität in Deutschland zu entwickeln. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Henning Kagermann erarbeiten sechs Arbeits-gruppen technologieneutral verkehrsträger-übergreifende Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Kontakt:
Alexandra Huß
Referentin Kommunikation
Büro des Vorsitzenden der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität
huss@acatech.de
+49 (0)30 / 206 30 96 86
+49 (0)160 / 714 93 25

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