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Der NPM Lenkungskreis kam zum siebten Mal zusammen: Sechs Berichte aus den Arbeitsgruppen liefern neue Erkenntnisbausteine zur Zukunft der Mobilität

„Unsere Lenkungskreis-Sitzung fand vor dem Hintergrund eines schwierigen Umfelds statt. Als völlig unerwarteter Faktor wirkt sich die Corona-Pandemie schon jetzt massiv auf die Wirtschaft aus und fordert den Mobilitäts- und Transportsektor zusätzlich heraus. Unser Blick auf die Zukunft des Verkehrssystems darf die aktuellen Entwicklungen nicht außer Acht lassen. Wir müssen intensiv darüber nachdenken, was danach kommt, dürfen gleichzeitig aber nicht die langfristige Perspektive bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus vergessen. Glaubwürdige, solide und innovative Konzepte für die Zukunft der Mobilität zeigen, dass es einen Weg aus und nach der Krise gibt. Deshalb halten wir am Arbeitsauftrag der NPM fest, werden ihn aber – falls erforderlich – anpassen“, bekräftigt Henning Kagermann, Vorsitzender des Lenkungskreises.

Bericht der AG 2: Einsatzmöglichkeiten alternative Antriebe und Kraftstoffe unter realen Rahmenbedingungen

Elektromobilitätskonzepte, Wasserstoff und Brennstoffzellen sowie alternative Kraftstoffe für den Verbrennungsmotor sind Technologien, mit denen die CO2-Emissionen im Verkehr dauerhaft reduziert werden können. Der dem LK vorgestellte Bericht hat die drei Technologiekonzepte unter realen Rahmenbedingungen optimistisch betrachtet und zeigt auf, welches Minderungspotenzial bis 2030 möglich ist – je nachdem in welcher Mobilitätsanwendung und in welchem Umfang sie eingesetzt werden. Der Bericht spricht Handlungsempfehlungen entlang von Technologie- und Forschungsförderung sowie zum Antriebsmix aus. Hauptaugenmerk liegt auf der Straße mit dem Individual- und Schwerlastverkehr. Die Optionen für die Verkehrsträger Schiene, Luft, Binnenschiff wurden ebenfalls untersucht.

Berichte der AG 5: Herausforderung Ladeinfrastruktur (LIS): öffentlich, kundenfreundlich und wirtschaftlich

Das Laden von Elektroautos stellt für die Nutzerinnen und Nutzer eine neue Erfahrung dar und ist nicht mit herkömmlichen Tankvorgängen vergleichbar. Die AG 5 stellt deshalb in ihrem Themenpapier Kundenfreundliches Laden – Fokus öffentliche Ladeinfrastruktur erstmals ein gemeinsames Begriffsverständnis vor und leitet Empfehlungen für Marktteilnehmer und Branchenorganisationen ab, um das Laden für Nutzerinnen und Nutzer angenehmer zu gestalten. Ein Ladevorgang ist demnach kundenfreundlich, wenn er einfach, immer und überall möglich, transparent und sicher ist. Ein zusätzlicher wettbewerbsgetriebener Aspekt ist der Komfort beim Laden.
Mit dem Bericht Bedarfsgerechte und wirtschaftliche öffentliche Ladeinfrastruktur entwickelt die AG anhand verschiedener Szenarien den Ansatz zur Ermittlung des erforderlichen Ladeinfrastrukturbedarfs für die Elektromobilität weiter. Dabei werden die energetische und leistungsmäßige Bedarfsorientierung, die Wirtschaftlichkeit sowie die Wechselwirkung der Lade- und Leistungsvarianten in den Berechnungen berücksichtigt. Der Bericht zeigt zudem die zentralen Einflussfaktoren für die Realisierung eines bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Aufbaus der öffentlichen Ladeinfrastruktur auf, auch über die Förderung bis 2025 hinaus.

Berichte AG 6: Whitepaper Zertifizierung und Typengenehmigung, Roadmap Intelligentes Lastmanagement, Roadmap Automatisiertes und vernetztes Fahren

Das White Paper beschreibt den Status quo der Prozesse zur Zertifizierung und Typgenehmigung von Verkehrsmitteln auf der Straße sowie die Anforderungen an eine Kommunikations- und Verkehrsinfrastruktur im Kontext einer kooperativen, vernetzten und in Teilen automatisierten Mobilität. Das White Paper definiert zudem Handlungsempfehlungen und Anforderungen.
Die beiden Roadmaps bilden einen strategischen Rahmen für die Normungsaktivitäten im Bereich des intelligenten Lastmanagements und des automatisierten und vernetzten Fahrens. Mit dem Hochlauf der Elektromobilität und steigenden Anforderungen durch das Laden von E-Fahrzeugen muss das Stromnetz angepasst werden. Die Roadmap Intelligentes Lastmanagement zeigt auf wie durch Steuerung und Verteilung der Leistung einer Netzüberlastung vorgebeugt werden kann und welche Standards und Normen für eine flächendeckende und übergreifende Umsetzung notwendig sind. Die Roadmap Automatisiertes und vernetztes Fahren gibt einen Überblick über die vorhandenen und sich in Erarbeitung befindlichen Normungsprojekte. Sie liefert damit eine Grundlage, eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Normungs- und Standardisierungsaktivitäten im Bereich des automatisierten und vernetzten Fahrens voranzutreiben.

Weitere Informationen zu den Berichten folgen in den nächsten Wochen im Rahmen der Veröffentlichung.

Neben der Vorstellung der Berichte haben alle sechs Arbeitsgruppen zum aktuellen Status ihrer Arbeit berichtet.

Mit der siebten Sitzung kam der NPM-Lenkungskreis in diesem Jahr zum ersten Mal zusammen. Aufgrund der Corona-Pandemie erfolgte das Treffen virtuell im Rahmen einer Webkonferenz.

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