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Ausgabe November/20

Woran wir arbeiten…

AG 4: Wertschöpfungs-Kreisläufe für Elektrische Maschinen und Batterien erfordern mehr Zusammenarbeit

Es ist kein Geheimnis: Wertschöpfungsnetzwerke zukünftiger Technologien müssen von Anfang an als geschlossene Kreisläufe gedacht werden. Nur so lassen sich Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit sichern. Die Versorgung mit kritischen Rohstoffen zur Produktion von Batterien und Seltene-Erden-Permanentmagneten für Elektrische Maschinen, also etwa Elektromotoren und Transformatoren, ist ein zentraler limitierender Faktor für die Produktion von Elektrofahrzeugen in Deutschland.

Anknüpfend an ihre Analyse der Handlungsbedarfe zum Ausbau der Batteriezellproduktion aus dem Jahr 2019 hat die AG 4 darüber hinaus den Fokus auf das Recycling von Fahrzeugbatterien nach ihrer Nutzung gerichtet und sich mit der Circular Economy Initiative und dem VDI/VDE IT (Begleitforschung IPCEI Batterie) ausgetauscht. Auch beim zweiten Fokusthema, Elektrische Maschinen, besteht erheblicher Handlungsbedarf den Wertschöpfungskreislauf zu schließen.

Eine Analyse der beiden Wertschöpfungsnetzwerke wurde im Oktober 2020 veröffentlicht. Ein zentrales Ergebnis: Bis größere Mengen an Altbatterien und Elektrischen Maschinen nachhaltig und wettbewerbsfähig recycelt werden können, wird es noch Jahre dauern. Die dafür notwendigen Strukturen müssen bereits heute aufgebaut werden. Das erfordert internationale Zusammenarbeit, zum Beispiel für europäische Lösungen in der Rücknahmelogistik, für unternehmensübergreifende „Second Life“-Konzepte und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen.

Die Aufgabe, die Fahrzeugindustrie vom Verbrenner auf die Produktion von elektromobilen Antrieben umzustellen, gleicht dem Umbau eines Schiffes bei voller Fahrt und hohem Seegang. Während der Umsatz zurückgeht, müssen Unternehmen Zukunftsinvestitionen in die Erforschung, die Entwicklung und den Ausbau der Produktionsanalagen bewältigen – und einen umfangreichen Beschäftigungswandel aktiv vorausschauend gestalten. Auch dafür braucht es eine Bündelung der Kräfte: Von Unternehmen, Politik und Sozialpartnern.

Zwei Hebel hat die AG 4 neben der Analyse der zentralen Wertschöpfungsnetzwerke zur zukunftsfähigen Qualifikation der Beschäftigten identifiziert:

  • Im Rahmen der NPM soll ein Software-Tool entwickelt werden, das insbesondere kleineren und mittelständischen Unternehmen im Automobilsektor hilft, ihren zukünftigen Personalbedarf zu antizipieren und gezielte Maßnahmen zur Sicherung ihrer Wettbewerbs- und Beschäftigungsfähigkeit einzuleiten.
  • Regionale Kompetenzhubs (zunächst als Piloten in drei Bundesländern) werden aufgesetzt, in denen relevante Akteure sektorenübergreifend gemeinsam die zukünftigen Anforderungsprofile für die jeweilige Region herausarbeiten und geeignete Qualifizierungsmaßnahmen etablieren.

AG 1
Klimaschutz im Verkehr

AG 2
Alternative Antriebe und Kraftstoffe für nachhaltige Mobilität

AG 3
Digitalisierung für den Mobilitätssektor

AG 4
Sicherung des Mobilitäts- und Produktionsstandortes, Batteriezellproduktion, Rohstoffe und Recycling, Bildung und Qualifizierung

AG 5
Verknüpfung der Verkehrs- und Energienetze, Sektorkopplung

AG 6
Standardisierung, Normung, Zertifizierung und Typgenehmigung